Montag, 5. März 2007
Komplexer Alltag
eramue, 00:21h
Auf einem Afrikastuhl im Garten des innerstädtischen Hinterhofs unserer Altbauwohnung bei Sonnenschein und grünem Tee grüble ich mal wieder, wie ich die Anforderungsvielfalt an mich als Bürger der heutigen "Modernen" Welt gerecht werden kann.
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Da gibt es meine Frau und meine 2 Söhne (2 Monate, 2 Jahre). Familienausflug in die Fränkische, Freunde besuchen am Wochenende - schließlich verstreuen sich die lokalen Freundschaften infolge des zunehmenden Job-Nomadismus unaufhaltsam, Spielen auf dem Kinderspielplatz, etc.
- Da ist ein hoch-spezialisierte Job, der eine Technologiehalbwertszeit von handgestoppten 3,7 Jahre hat, im besten Fall zu ästhetischen, effizienzsteigernden Softwareessenzen führt, die vielleicht hoch kreativ und smart sind, aber virtuell und so das Seelenheil nicht wirklich fördern und dazu das Hirn mit abstraktem Wissen vollstopfen, dass für die normale Alltagsbewältigung bisweilen ein Kapazitätsengpass zu drohen scheint.
- Da ist ein kritischer Kopf, dem die momentan aufgeführte Politik, die Konsum-, Wissensgesellschaft, das globalisierte steuerlose Kapitalistische System nicht einfach kommentarlos hinnehmbar erscheint.
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Da ist ein Geist auf der Suche nach dem, was die Welt im Innersten zusammenhält, was die letztendliche Realität ist und was das für unser Leben bedeutet. Gibt es ein (immaterielles) Bewusstseinkontinuum, das die materielle Begrenztheit (Körper) überwindet / -dauert? Kann der Geist (durch Meditation) in andere Bewusstseinsebenen /-sphären gebracht werden?
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